Dessous, Sonnenkosmetik und Kaffee-Tabs – OTSconnect zu Produkt-PR im Lifestyle-Bereich
geschrieben am 18.06.2009 um 12:10 von Karin Thiller in der Kategorie Events, PR, TrendsDie fünfte OTSconnect-Veranstaltung beschäftigte sich mit dem Thema Produkt-PR. Eine bestens besetzte Runde gab Tipps zum Thema „Wie komme ich mit meinem Produkt in die (richtigen) Medien?“ Das Podium war diesmal frauendominiert: Daniela Almhofer (Chefredakteurin Schöner Wohnen), Euke Frank (Chefredakteurin Woman) und Daniela Schuster (Chefredakteurin Wienerin) – allesamt Branchengrößen.
Der einzige Mann in der Runde, Asim Aliloski, hielt sich aber gut, wenn er sich auch nicht mit allen Themen und Produkten anfreunden konnte, ist er doch Chefredakteur des Magazins „NAME IT“, das sich an homosexuelle Männer wendet. „Das Thema Damenunterwäsche – ein Renner bei den Frauenmagazinen – spielt hier eine eher untergeordnete Rolle“, so Aliloski. Moderiert wurde die Diskussion von Alrun Mayer (APA-OTS).
Wie schon bei anderen OTSconnect-Veranstaltungen ging es um das Zusammenspiel von Medien und PR-Branche. Die etwa 60 Gäste aus der PR durften sich diesmal von Ihrem Gegenüber auf dem Podium durchaus wertgeschätzt fühlen. Die Diskutantinnen und der Experte betonten mehrfach, dass Lifestyle-Medien tatsächlich sehr stark von guter PR-Arbeit profitieren und gute Produkte – verpackt in wertvolle Information – beste Chancen haben, in die Medien zu kommen.
Klare Spielregeln gibt es jedoch (aus Sicht der Journalistinnen) auch im Bereich der Lifestyle- Medien. Fotos spielen hier eine besonders große Rolle, die Anwesenden outeten sich beinahe geschlossen als Fans der Foto-CD und lehnen den Versand großer Bildmengen ab. Tipp: der Foto-CD einen pdf-Ausdruck mit einer Foto-Übersicht beilegen. Pressearbeit eben in manifester Form anstelle von 20MB E-Mails. Bei Produkt-Aussendungen wichtige Fakten nicht vergessen: Preis, Inhaltsmenge, Material, wo erhältlich.
Wie schon bei anderen Connect-Veranstaltungen kam auch diesmal das Thema Redaktionsschlüsse zur Sprache. Sie sind im Magazinbereich ebenso wichtig wie in der Tagespresse. Man sollte also seine Themen hier sorgfältig timen und auf die zeitlichen Bedürfnisse der Medien abstimmen.
Klar wurde auch, dass Magazine langfristige saisonale Planungen vornehmen (Sonnenkosmetik von März bis August, Wintermode – eh klar – im Herbst, Garten im Sommer) und durchaus bereit sind, kreative Vorschläge der PR-Branche aufzugreifen, wenn es drum geht diese Themen – die man ja doch schon das eine oder andere Mal wo gelesen hat – aus unkonventionellerem Blickwinkel darzustellen.
In einem unterscheiden sich die Lifestyle-Medien definitiv nicht von anderen: Arbeits- und Zeitdruck sind hoch und lassen nicht viel Raum, Termine außerhalb der Redaktionen wahrzunehmen. Was also tun, wenn man trotzdem „durchkommen“ will? „Besuchen“, sagt Daniela Schuster. „Besonders gute Informationen“, sagt Euke Frank. Ebenfalls beliebt: den richtigen Ansprechpartner adressieren, kurze informative Texte, aussagekräftiger Titel. Das haben wir schon mal gehört, oder?
Den gesamten Mitschnitt der Veranstaltung finden Sie hier, und die Bilder hier.

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gute diskussion