Tipps für eine gute PR-Nachtruhe…

geschrieben am 04.03.2010 um 18:01 von Martin Benkovics in der Kategorie Events, Trends
Martin Benkovics

Nachhaltigkeit! Das ist eines der zentralen Themen, die uns verantwortungsbewusste, an folgende Generationen denkende Menschen interessiert. Also warum nicht auch bei der anstehenden Pressekonferenz daran denken und diese als „Green Event“ planen?

Was ist ein Green Event?

Ein Picknick? Ja - wenn Sie mit Journalisten in der Wiese herumkugeln wollen und das Thema dazu passt … Green Events haben eher nur vereinzelt etwas mit einem Picknick im Grünen zu tun. Sie eignen sich allerdings hervorragend, um ein positives Image zu vermitteln!

Es gibt ein paar wesentliche Punkte, die beachtet werden sollten. Und schon schlafen manche Pressekonferenz-Planer besser als andere.

Schwierig wird es natürlich für Firmen, die Regenwälder abholzen. Oder die Meere leer fischen. Aber diesen Firmen sind wahrscheinlich Green Events ohnehin egal. Beziehungsweise wird leider allzu oft Greenwashing betrieben - was tut man nicht alles für’s Image.

Wie Sie Green Meeting als PR-Instrument nutzen:

Anreise:
Die Location soll möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein. Falls Sie eine Pressekonferenz auf der Alm planen, ist vielleicht ein Shuttle-Service eine gute Idee (Ochsenkarren?). Der ganze Sinn von Green Events geht verloren, wenn 30 Journalisten mit 30 Autos auf der Alm ankommen. Ich habe vor einiger Zeit eine Pressefahrt mit dem Zug zu einem Museum in irgendeinem Dorf mitgemacht. Das war sehr nett, brauchte allerdings viel Zeit und ist eher was für pensionierte Journalisten, die noch ein bisschen schreiben wollen. ;-)

Catering:
Normalerweise gibt es bei Pressekonferenzen kein üppiges Catering (warum eigentlich nicht?) Beim Catering sollte darauf geachtet werden, dass alles aus der Region kommt. Bio und saisonal sind weitere wichtige Kriterien. Und möglichst Fair Trade sollte die Ware auch sein. Kein Spargel aus Peru im Februar!

Abfall:
Vermeiden ist das Zauberwort. Aber das sollte schon in jedem Haushalt angekommen sein. Verwenden Sie keine Einwegbehälter (Pappbecher, Plastikteller, …). Lassen Sie Pressemappen auf Ökopapier drucken und verwenden Sie statt der CD oder DVD am besten USB-Sticks. USB-Sticks mit geringem Speicher sind sehr günstig. Wenn Sie das Firmenlogo auf den Stick drucken lassen, dann macht der Journalist auch noch Werbung für Sie.

Energie:
Die Location sollte mit Ökostrom versorgt werden.
Das können Sie nur durch die Wahl der Location beeinflussen. Am besten lassen Sie sich von der Location beraten, es bringt nichts, wenn die Location Ökostrom-Bezieher ist und alle Kühlgeräte Kategorie D bei der Energie-Effizienz aufweisen.

Ankündigungen:
Ich nehme an, Sie werden keinem Journalisten einen Brief schreiben. Deshalb sind Pressekonferenzen sicher die ökologischsten Veranstaltungen, was die Ankündigung betrifft. Dasselbe gilt für den organisatorischen Prozess: Auf jeden Fall sollte auf den Papier-Verschleiß geachtet werden.

Green Events stecken noch in den Kinderschuhen. Soweit ich informiert bin, wird es demnächst eine spezielle Kennzeichnung für „grüne“ Events und Locations geben. Für mich wäre es auf jeden Fall ein Verkaufsargument. Diesbezüglich konnte ich leider im Lebensministerium nichts erfahren, die haben wohl viel zu tun.

Hier können Sie noch ein Interview mit Alexander Höller lesen: Er ist Geschäftsführer des Ferry Porsche Congress Center und einer der Vorreiter beim Thema Green Events.

Nähere Infos gibt es auch im Vienna Convention Bureau.

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Ein Kommentar RSS 2 zu Kommentaren abonieren

  1. Martin Benkovics , am 11.03.2010 um 16:23

    Wie ich soeben aus dem Lebensministerium erfahren habe, wird es voraussichtlich mit Ende des Jahres 2010 ein eigenes Gütesiegel für Green Events geben.
    Wir bleiben dran und werden Sie über weitere interessante News für PK-Organisatoren informieren.

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