Locations brauchen dringend PR-Berater!
geschrieben am 21.01.2010 um 13:06 von Martin Benkovics in der Kategorie Internet, Nische, Online, TrendsNeue Entwicklungen im Internet, wie facebook, twitter & Co, werden von Location-Anbietern nur sehr spärlich genutzt. Besser gesagt: Diese Dienste bekommen nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdienen sollten.
Sie merken schon, ich bin ein Fan dieser neuen Entwicklungen. Allerdings nur beruflich. Privat sehe ich das etwas distanzierter, aber dazu hat Dieter Rappold schon einen tollen Bericht geschrieben. Ich bin wirklich froh, dass zu meiner „wilden” Zeit keine derartigen Dienste angeboten wurden.
Wie ich nun auf die Idee komme, dass Locations dringend PR-Berater benötigen?
Ich gehe davon aus, dass sich der „moderne” PR Berater nicht nur mit Presseaussendungen und Presse-Anfragen beschäftigt. Öffentlichkeitsarbeit hat aber immer mehr mit diesen neuen Online-Diensten zu tun. Dabei entstehen tolle Möglichkeiten! Speziell bei Hotels kommen noch die vielen Buchungsplattformen mit Gäste-Bewertungen dazu - es ist eine Herausforderung, all diese Plattformen zu kennen, geschweige denn zu beobachten und entsprechend zu reagieren … Dazu ein kleiner Tipp, um den Überblick zu behalten: http://www.platzpirsch.at/blog/tipps/hotelbewertung-da-fehlt-oft-der-uberblick/
Und jetzt noch facebook, twitter und XING, dazu LinkedIn, MySpace, youtube, flickr, studiVZ, … Das ist nur ein Bruchteil der Web 2.0-Dienste - gar nicht einfach, da den Überblick zu behalten.
Außerdem: Wer sagt mir, dass es alle diese Online-Communitys nächstes Jahr noch geben wird? War da nicht noch „Second Life”?
Die Realität? So sieht sie bei Locations, Hotels und Gastronomen (da meine ich nicht den „Wirt’n um’s Eck”) aus:
Die Marketing-Abteilung, soweit vorhanden, muss alle diese neuen Internet-Möglichkeiten abdecken. Dabei besteht die Marketing-Abteilung meist aus einer Person, die sich um Werbung/Verkauf und Öffentlichkeitsarbeit kümmert - was alle Internet-Aktivitäten einschließt.
Häufig übernehmen Bankettleiter diese Aufgabe zusätzlich zu ihrer eigentlichen Tätigkeit. Mit diesem neuen „Internetteufelszeug” will oft niemand etwas zu tun haben …
Meistens sind Österreichs Location-Betreiber der Meinung, dass diese neuen Communitys ohnehin bald wieder Geschichte sein werden. Das mag für einen Teil stimmen, aber umso mehr muss man den Community-Markt beobachten und darauf reagieren.
Viele sehen twitter & Co als kostenloses Tool, um Werbung zu verbreiten. - Ganz schlecht.
Denn bei Communitys muss mit Werbung sehr sensibel umgegangen werden. Reine Werbe-Posts etwa können ins Auge gehen: Fans und Followers sind schnell wieder weg. Das ist nicht so “einfach” wie beim Newsletter-Marketing, wo man es Newsletter-Beziehern oft sehr schwer macht, den Newsletter zu kündigen.
Aber woher so schnell das Wissen um den Umgang mit all den neuen Medien nehmen? Es erfordert viel Zeit zum Einarbeiten sowie ein Konzept, wie man die einzelnen Communitys miteinander verbinden kann. Mitarbeitern von Locations dieses Wissen zu vermitteln, birgt meiner Meinung nach großes Potenzial für die PR-Branche.
Für alle Arten von Locations bieten twitter, XING & Co enorme Chancen: Hotels, Schlösser, Hallen, Gastronomie, … Denn es war noch nie so einfach, die Gäste nicht aus den Augen zu verlieren. Dazu braucht es allerdings die richtige Strategie und den (Weit)Blick zu erkennen, was dazu notwendig ist.
Zum Abschluss noch ein kleiner Dialog, der die Situation auf den Punkt bringt (gehört von Jürgen Vogl - http://www.juergenvogl.at/):
Hotelgast am Telefon: „Haben Sie auch W-LAN-Zugang?”
Hotelangestellte: „Ach, nehmen Sie einfach den Haupteingang.”
So schaut’s aus!



[...] Ich glaube, dass in Zukunft viele neue Social-Media-Berufe entstehen werden. Auch die Hotel- und Tourismus-Industrie wird nicht darum herum kommen, sich mit Fachkräften, die sich ausschließlich mit dem Thema Social Media beschäftigen, auseinander zu setzen (dazu mein Beitrag auf dem APA-OTS Blog). [...]