Dabei sein ist alles

geschrieben am 22.07.2009 um 10:44 von Andrea Puslednik in der Kategorie Medien, Online, Trends
Andrea Puslednik

Wir schlagen Kapitel 101 in der großen „Facebook nutzen oder nicht“ – Debatte auf. Facebook, Twitter (das übrigens von Teenagern eher verschmäht wird) und Co. sind ein (fast) unerschöpfliches Thema. Man kann diese Netzwerke lieben oder hassen – an ihnen vorbei kommt heute niemand mehr.

Einerseits immer mehr von Unternehmen für Werbung genutzt, andererseits werden die Zugänge zu den Netzwerken innerhalb von Unternehmen gekappt, damit die Mitarbeiter nicht mit dem Kommentieren von Geistesblitzen der ehemaligen Schulkollegen beschäftigt sind. Von Einigkeit keine Spur.

Die neuesten Vorfälle, die aufgrund einer Facebook-Statusmeldung ins Rollen gekommen sind, werden im Freundeskreis diskutiert – in real life und auch online. Und irgendwie – zumindest wenn man aktiver Teil des Netzwerkes ist – hört man hin. Zumindest mit einem Ohr. Zuerst die Diskussion rund um Kündigungen aufgrund von Facebook-Aktivitäten. Aktuell gab es eine Polizei-Razzia aufgrund einer geposteten Statusmeldung. Und das war sicher nicht der letzte Vorfall. Hierzu einige Fernsehdiskussionen darüber, wo die Verantwortung der Betreiber aufhört und die der Einzelperson anfängt.

Ob es mit einigen Privatsphäre-Optionen bereits getan ist, ist fraglich. Aber natürlich darf „Eigenverantwortung“ in der Facebook-Debatte nie fehlen. Ja. Selbstbestimmte Menschen stellen freiwillig und ungefragt Fotos, Adressen und Telefonnummern online, um Kontakte zu knüpfen, sich zu präsentieren oder sich ihre verdienten 15 Minuten Ruhm abzuholen. Diese Uploads hinterlassen Spuren im NetzÖffentlichkeit hat nicht nur Vorteile.

Zur Newsverbreitung gab es auch schon den ein oder anderen Meinungsaustausch. Die Welle des „Die Blogs und Facebooks dieser Welt sind schneller als die gängigen Medien in der News-Verbreitung“ scheint auch schon wieder abzuebben. Sieht man sich diese Meldung an, macht es derzeit den Anschein als gäbe es vielleicht doch ein friedliches Auskommen.

Die Meinungen zu Facebook sind vielfältig und klaffen weit auseinander – aber alle haben eine. Von „Facebook, ja. Ich hab mich noch immer nicht angemeldet, aber jetzt haben schon so viele erzählt, wie lustig es ist“ bis hin zu „Facebook und Co. sind neue Tools, die auch von Unternehmen unbedingt genutzt werden sollten. Diesen Kelch darf man als zukunftsorientiertes Unternehmen nicht vorüberziehen lassen“.

Sobald man mitredet, ist man schon ein Teil davon. Kommentare bitte unten posten.

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Ein Kommentar RSS 2 zu Kommentaren abonieren

  1. Christian Fiebich , am 22.07.2009 um 11:40

    Als bekennender Facebooker sehe ich ein weiteres Problem in Sachen Privatsphäre: Die Veröffentlichung von Bildern, auf denen man nicht nur selber, sondern auch andere Personen zu sehen sind. Oft und gern in pikanten Situationen. Man kann zwar die Verlinkungen, also die Assoziation mit dem eigenen Namen, kontrollieren, aber Herr der veröffentlichten Fotos ist man nicht. Und wer ein breites Publikum hat, könnte hier viel Schaden anrichten - theoretisch.

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