13.01.2011 | 10:48 AM | Kategorie:
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Ausgezeichnet!

Wenn man bei APA-OTS nach dem Stichwort „Auszeichnung“ sucht, erhält man allein für das Jahr 2010 die beachtliche Anzahl von 872 Treffern. Soll heißen: 872 Unternehmen und Organisationen haben via OTS von einer Auszeichnung, die sie erhalten oder vergeben haben, berichtet.

Die Bandbreite der Bewerbe geht hier von der seniorenfreundlichsten Gemeinde (Kapfenberg!)  über die „Austrian Hairdressing Awards“ bis hin zum Wettbewerb für den Fischer des Jahres (vergeben in den Kategorien „Fliegenfischen“, „Fried- und Raubfisch“ sowie „Mischgewässer“).

Auffallend viele Bewerbe finden sich im Medienbereich, hier werden alljährlich zahlreiche Journalistinnenpreise, – für Bildung, Ernährung, Rheuma, new media, Toleranz und vieles mehr – vergeben.

Auch die APA und ihre Töchter bleiben übrigens vom Trend zur Preisverleihung nicht ganz unberührt, vergeben wir doch auch den Journalistenpreis „Writing for CEE“, den Fotopreis „Objektiv“ und eine Auszeichnung im Rahmen der APA-IT-Challenge. OTS selbst beteiligt sich an den obs-awards (Preis für das beste PR-Bild im deutschsprachigen Raum), den unsere Partnerfirma newsaktuell jährlich veranstaltet.

Was ist also der Sinn dieser – doch recht vielen – Wettbewerbe? (Denn eines wissen wir aus eigener Erfahrung: sie binden – auf Seite der „Verleiher“ –  sehr viele Ressourcen, kosten  Geld und stellen einen erheblichen Aufwand dar): Zumeist wohl der Wunsch nach Publizität (Preisverleihungen ziehen oft eine erstaunlich hohe Anzahl an Medienberichten nach sich), und Reputationsgewinn für die eigene Organisation (idealerweise fällt der Glanz – oft prominenter – Preisträger und Preisträgerinnen auf den Preisverleiher zurück), Wettbewerbe funktionieren aber auch bestens als Kundenbindungsinstrument und zur Mitarbeiter-Motivation.

Doch Wettbewerbe als reine „PR-Aktion“ zu betrachten wäre verfehlt. Sie stellen einen Ansporn dar:  für „mehr“, für „bessere“, für „ausgezeichnete“ Leistungen in einem bestimmten Bereich. Und tatsächlich stellt sich (oft erst nach einigen Jahren) der gewünschte Effekt ein: ein verstärktes Bewusstsein in der Öffentlichkeit für ein bestimmtes Thema, deutliche Qualitätssteigerungen bei den Einreichungen und echtes Interesse beim Publikum und / oder in der angesprochenen Community.

Für die Preisträger und Preisträgerinnen selbst sind Auszeichnungen ohnehin meist Grund zur Freude, Motivation zu weiteren Anstrengungen, und ermöglichen – im Fall von gutdotierten Bewerben – oft erst die Fortführung der Arbeit.

Wir haben zwei „Ausgezeichnete“  gefragt, was es für sie bedeutet hat, Preise zu erhalten:

So sagt Martin Hehemann, Konzernsprecher der Austrian Airlines, über seine Auszeichnung als bester Pressesprecher des Jahres 2010: „Ich habe mich sehr über die Auszeichnung gefreut und ja,  das ist natürlich ein schönes Feedback – für mich persönlich, vor allem aber für mein Team. Und hier sehe ich den großen Wert dieser Auszeichnung: Sie zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir machen sicher nicht alles richtig, aber wir sind gar nicht so übel – und das ist doch eine schöne Basis um weiter an sich zu arbeiten.“

Ähnlich sieht es auch Christoph Feurstein, ORF-Journalist, der in einem Jahr gleich drei renommierte Journalisten-Preise erhielt: „Die Arbeit an Reportagen und Dokumentationen über soziale Themen ist sehr zeitintensiv und manchmal auch emotional belastend. Nach einer einmaligen Ausstrahlung im Fernsehen landen die Filme im Archiv. Wenn die Arbeit gut war, hat sie vielleicht in manchen SeherInnen einen Eindruck hinterlassen. Das Schöne an den Preisen, die ich bekommen habe war das Gefühl, nachhaltige Arbeit geleistet zu haben, die Menschen mit meiner persönlichen Handschrift beeindruckt und zum Nachdenken angeregt zu haben. Ein Preis sagt aber nicht immer etwas über die Qualität eines Journalisten aus. Nicht preisgekrönte Journalisten leisten genauso gute oder oft auch bessere Arbeit. Preise lesen sich gut im Lebenslauf, erzeugen aber auch Erfolgsdruck. Sie öffnen Türen, können aber auch Türen verschließen, wenn sie andere mit Neid erfüllen.“

In diesem Sinn freuen wir uns auch 2011 auf viel – auf noch mehr – „Ausgezeichnetes“. Davon kann es gar nicht genug geben.

13. Januar 2011, 11:57

Ich glaube, oft scheitern Preise oder Auszeichnungen, weil das Einreichen viel zu aufwendig und kompliziert ist. Da muss man sich als „Verleiher“ wohl auch ein bisschen bei der Nase nehmen und das Einreichen nicht zu schwer zu machen.

Übrigens super sympathische Statements der Herren Feurstein und Hehemann.

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