04.03.2010 | 10:19 AM | Kategorie:
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IT-Skills der Zukunft – Facebook: sehr gut, Powerpoint: nicht genügend?

„Welche Fähigkeiten sind in Zukunft gefragt?“ wollte das Publikum des E-Business-Community-Events letzte Woche wissen. Das konnten die Expertin und die Experten am Podium mangels Glaskugel zwar auch nicht im Detail beantworten, sie ließen sich dafür auf eine lebhafte und streckenweise emotionsgeladene Diskussion mit den Gästen ein.

Die heutigen Kids – Mitarbeiter und Chefinnen der Zukunft – werden kein Problem mehr damit haben, den Computer und viele alltägliche IT-Anwendungen intuitiv zu verwenden.  Aber macht sie das schon zu IT-Profis und vor allem zu guten Managerinnen und Managern? Ist jemand besser geeignet für einen Job im Verkauf oder auch in der IT, nur weil sie oder er auf Facebook postet, Playstation spielt und ein iPhone hat? Wie Albert Gebauer vom WIFI es ausdrückte: „Wir haben vor einigen Jahren geglaubt, dass alle Schüler bald mit perfekten E-Skills auf den Arbeitsmarkt kommen – so geirrt haben wir uns schon lange nicht mehr!“

Wenn ich eine bescheidene Prognose wagen darf: Die Arbeitswelt wird sich weiterhin rasant ändern,  und das wahrscheinlich in immer höherem Tempo. IT-Skills sind jetzt schon in vielen Bereichen unverzichtbar, und diese Bereiche werden sich noch mehr ausweiten. Aber es wird noch viele Jahre oder eher  Jahrzehnte dauern, bis die heute in der Arbeitswelt sozialisierte Generation auf die Ausbildung in üblicher Büro-Software rund um Tabellenkalkulation, Datenbanken und Co. verzichten kann und wird. Ganz abgesehen von Spezial-Software wie Procurement- und Controlling-Programmen oder Branchensoftware, für die ohnehin Einschulungen notwendig sind. Das passiert nun  mal nicht automatisch nebenbei beim Farmville-Spielen in Facebook oder beim Kommentieren der Party-Fotos vom letzten Wochenende.

Wie Norbert Schöfberger von Hewlett-Packard feststellte: Jugendliche und Kinder nutzen die IT einfach. Sie kommen durch ihre Intuition schnell und leicht mit vielen Anwendungen zurecht. Aber auch die Reflexion dieser Fähigkeiten gehört zu den IT-Skills der Zukunft: Wie verhalte ich mich richtig in einem Social Network, in einem Wiki oder einer Videokonferenz? Und wie viel Information gebe ich an die Öffentlichkeit preis, wenn ich mit meinem Handy kommuniziere oder geobasierte Infos abrufe? Für dieses Hinterfragen der IT-Tools wird heute wie in Zukunft kritisches Denken notwendig sein. Am Ende des Tages ist die IT schließlich nur ein – wenn auch mächtiges – Werkzeug, mit dem Menschen das tun, was sie schon immer getan haben, wie Medienwissenschafterin Jana Herwig feststellte: kommunizieren, interagieren, Wissen erarbeiten und weitergeben.

17. April 2011, 11:28

Sehr geehrte Frau Mag. Stöckl,
eigentlich wollte ich nach der emailadresse einer ehem. Freundin suchen. Nachdem ich lange keinen (schriftlichen) Kontakt mehr zu ihr hatte…
Zufällig heisst sie genau so wie Sie und ist Volksschullehrerin.

Auch wenn ich sie nicht gefunden habe, früher oder später treffe ich sie – sie wohnt ganz in der Nähe – lohnte sich die Suchaktion – denn ich habe nun alle Berichte von Ihnen gelsen und finde sie wirklich GUT. Liebe Grüße Alex

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