22.04.2008 | 1:15 PM | Kategorie:
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Qual der Wahl – Ausbildung

Als ich den Geschäftsführer der APA, Dr. Wolfgang Vyslozil, im letzten Wintersemester als Gast in meiner Vorlesung hatte, wurde er von einer Studentin gefragt, wie man das wird, was er ist – er war erst kürzlich von der Zeitschrift ‚Journalist’ zum ‚Medienmanager’ gekürt worden. Seine Antwort war folgende: „Wenn Sie auf der Universität wären, würde ich Ihnen empfehlen, ein Doppelstudium zu machen.“ Er selber habe Publizistik und Wirtschaft studiert. „Nachdem Sie aber hier auf der Fachhochschule sind, tun Sie genau das Richtige.“ Zur Erklärung: Unser Studium ‚Medienmanagement’ ist ein Hybrid, eine Mischung aus Betriebswirtschaft und Kommunikationswissenschaft. Ich würde noch dazu Praxis während des Studiums empfehlen. Ein ‚Hineingleiten’ in den Job ist sehr empfehlenswert: Praktische Erfahrungen werden fast immer verlangt. Und sich irgendwo ‚kalt’ ohne Berufserfahrung zu bewerben, ist wenig erfolgversprechend – egal wo Sie studiert haben oder wie toll Ihre Abschlussnote ist. Wenn man Sie schon während des Studiums kennen gelernt hat, weiß, wie Sie arbeiten, was Sie können, ist die Chance groß, dass Sie übernommen werden.

Ausbildungen im Medien- und Kommunikationsbereich gibt es inzwischen einige – zumeist an Fachhochschulen. Bei der Auswahl sollte man zunächst folgende Fragen beantworten:

  • Bin ich eher der kreative Typ? Liegt mir mehr die Technik oder die Wirtschaft?
  • Wie soll mein Job hinterher aussehen? Am Schreibtisch? Im Studio? Vor dem Computer? Mit vielen Kontakten? Bei Kunden?

Nächster Schritt:

  • Liegt mir das straffe Studium an einer Fachhochschule oder möchte ich möglichst individuell mein Studium – also eher an einer Uni – gestalten?

Aufgrund dieser ‚Selbsterkenntnis’ würde ich die Auswahl für die Studienrichtung treffen. Bei vergleichbaren Angeboten würde ich dann Dinge wie Praxiskontakte, Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln und z.B. Internationalität berücksichtigen.

Dann würde ich ‚Tage der offenen Tür’ nutzen und hinterfragen, wie zukunftsorientiert die Lehrinhalte sind – das lässt sich nur schwer aus dem Curriculum ablesen. Aber: Keine Branche ändert sich so schnell wie die unsere.

23. April 2008, 02:17

Frau Fritz,
ist das die Web-/Blog-adäquate Form des Kommunizierens.
Ich glaub‘ nicht.
Liebe Blogleser/-innen, was meinen Sie?

29. April 2008, 02:26

Teile die Meinung vom Wein Trinker; eher sehr schulmäßig das ganze…
…aber wird schon noch!

5. Mai 2008, 04:16

Ich glaub auch. Nicht jeder ist gleich von Beginn an zum Bloggen geboren.
Jeder braucht seine Zeit – geben wir ihnen diese.

Bin mir sicher, dass auch Fr. Fritz noch viel interessantes zu bieten hat.

Also schon gespannt, was beim nächsten Eintrag kommt.

Lg, Der Blogger!

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