23.07.2012 | 4:27 PM | Kategorie:
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Bilder und Videos: pinnen, posten, selber machen

In einigen Jahren wird sich kaum jemand mehr daran erinnern: die Zeit als Bilder ein analoges Trägermedium brauchten. „Film“ nannte man diese Medium, man kaufte es in Form von kleinen Rollen, es verursachte Kosten, bereits beim Kauf und später nochmals beim „Entwickeln“. Man musste sich das überlegen, es ging ums Geld, einfach drauflosknipsen (so nannte man das) konnte teuer werden, Urlaubsfotos wurden als Teil des Reisebudgets geplant. Das gleiche galt für bewegtes Bild, Filme herzustellen war eine elitäre Angelegenheit, in privaten Haushalten nur selten anzutreffen.

Kaum mehr vorstellbar, dass vor einigen Jahren Massenmedien – insbesondere solche, die sich als Qualitätsmedien verstanden, wie die klassische Qualitätstageszeitung – noch beinahe ohne Bilder auskamen und die wesentlichen Informationen in Textform vermittelten. Fotos in der Zeitung galten lange Zeit als Kennzeichen eines Boulevardmediums, beinahe peinlich.

Die Zeiten sind vorbei. In dem Maß in dem sich unsere Konsum- und Sehgewohnheiten verändern, verändert sich auch der Inhalt der Medien. Das Ausmaß des visuellen Angebots, das zu Verfügung steht, ist kaum mehr zu überblicken.

Bilder und Videos begleiten uns durch unser Leben, werden gemacht, verschickt, geteilt, auf Bildschirmen gezeigt, in sozialen Medien gespeichert, bearbeitet, gelöscht. Jeder von uns ist zum Medienproduzenten geworden und jeder von uns zum Mittler.

Videos haben heutzutage vielfältigste Einsatzmöglichkeiten – vom witzigen Unterrichtstool, wie hier:

…bis hin zu Eventberichten.

Was also sollten Unternehmen tun, um in der Bilderflut bestehen zu können?

1)    Sich an die Produktionsroutinen der Medien anpassen. Medien dürfen erwarten, dass zu Pressetexten Bildmaterial in Druckqualität zur Verfügung gestellt wird. (300dpi, Angabe der Fotorechte und des Namens des Fotografen, Angabe der Personen, die auf dem Bild abgebildet sind, Bildinformationen in IPTC-Daten anzugeben).

2)    Den Nutzungsgewohnheiten der eigenen Stakeholder entgegenkommen: Wer eine Zielgruppe hat, die an ein umfassendes visuelles Angebot gewöhnt ist (und das sind mittlerweile fast alle), sollte ihr auch ausreichend qualitativ hochwertiges Bild- und Videomaterial zur Verfügung stellen.

3)    In Bildern denken: Ereignisse bereits so planen, dass passendes Bild- und Videomaterial überhaupt entstehen kann.

4)    Alle Personen im Unternehmen, die häufig oder gelegentlich fotografiert oder interviewed werden, sollten entsprechend vorbereitet sein.

5)    Technische und organisatorische Voraussetzungen für den Umgang mit Bild und Video schaffen.

Wer sich an diese Grundregeln hält, kann getrost behaupten, dass das jeweilige Unternehmen für Medien attraktives Pressematerial bereit stellt und auch weiß, was Medien im Jahr 2012 wirklich brauchen.

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