02.05.2013 | 9:04 AM | Kategorie:
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Der Blick über den Tellerrand ist erst der Anfang

Vor einiger Zeit habe ich an dieser Stelle einen Beitrag über die Entwicklung von Arbeitsplätzen, Coworking-Spaces und meinen Versuch einer länderübergreifenden Kooperation gepostet. Und ich habe versprochen, die weitere Entwicklung dieser Kooperation ein wenig zu dokumentieren. Ich mag Kooperationen, denn wenn beide Partner in eine Richtung denken, dann hat eine Kooperation immer einen Mehrwert – für alle Beteiligten.

In den meisten Fällen wird dieser Mehrwert der zusätzliche finanzielle Gewinn sein. Die Kooperation allerdings rein auf die Finanzen zu reduzieren ist einerseits langweilig und andererseits immer nur kurzfristig gedacht. Deshalb schlafen diese Art von Kooperationen eigentlich immer schnell wieder ein – zu Recht.

Kooperationsanfragen an mich haben meist den einzigen Nutzen, dass jemand mit meinen Kunden mehr Gewinn machen will und mir dafür Provision zahlt. Für mich bedeutet das reine Akquisetätigkeit, nur weil ich ständigen Kontakt zu Entscheidern habe. Wo ist da die Herausforderung?

Herausfordernd ist es, wenn man immer einen leichten Druck verspürt, ein Projekt gemeinsam vorwärts zu bringen, bis das Projekt fertig ist. Das ist bei einer Kooperation nicht anders wie beim körperlichen Training. Man ist einfach stärker motiviert, wenn man gemeinsam trainiert.

Nicht spannend ist: Wenn jemand darauf wartet, dass ich etwas mache, ohne etwas dazu beizutragen.

Spannender ist da schon meine länderübergreifende Kooperation mit Deutschland.

Die Kooperation: Wir wollen Locations und Destinationen außerhalb Deutschlands mit deutschen Agenturen (Event, Werbung, PR) und Marketing-Leuten der Entscheider-Ebene bekannt machen.

Das Tätigkeitsfeld: Internet (Blog, Social Media, Google Hangout) sowie Roadshow-Events in München, Berlin, Hamburg, Frankfurt und Düsseldorf.

Wir werden die erwähnten Gruppen miteinander bekannt machen, nichts verkaufen.

Das klingt simpler als es in Wahrheit ist. Man muss nämlich entsprechende Reize setzen, damit die Entscheider auch tatsächlich kommen. Das ist eine sehr interessante, kreative Herausforderung und damit sind wir schon mittendrin in der Kooperation.

Für mich wäre es enorm aufwendig, eine Roadshow in Deutschland zu organisieren, um meinen Kunden (Locations in Österreich) potenzielle deutsche Veranstalter vorzustellen. Wahrscheinlich habe ich nicht genug Kontakte zu deutschen Veranstaltern, aber zu vielen österreichischen Locations habe ich sehr wohl ausreichend Kontakte. Diese Locations wissen, dass es unbedingt notwendig ist, nicht nur über den Tellerrand zu sehen, sondern sich auch dorthin zu bewegen.

Was ist seit Vereinbarung unserer Kooperation passiert?

Unser erster Roadshow-Termin im September in München ist so gut wie ausgebucht, zumindest für österreichische Teilnehmer. Nachdem sich neben Österreich auch Irland, Dänemark, Frankreich, die Schweiz und weitere Länder präsentieren wollen, ist der Platz sehr begrenzt.

Mein Kooperationspartner hat seine neue MICEboard Seite gelauncht und verbreitet News der Tourismusverbände von Frankreich, aus der Schweiz und von Malta. Diese Seite wird eine zentrale Rolle bei der Kooperation einnehmen.

Bis zum Start der Roadshow und auch danach wird publiziert, was das Zeug hält und dann werden wir sehen, ob es funktioniert. Weil, bis jetzt haben wir noch niemanden miteinander bekannt gemacht und das ist ja das Ziel und die Herausforderung.

Da haben wir ihn wieder, den angenehmen Druck nach vorwärts. 🙂

Macht mehr Kooperationen! Es geht auch auf spannende Weise. Und ist vor allem für kleine Firmen eine echte Chance, ihr Wissen und Geschäftsfeld zu erweitern.

12. Juni 2013, 10:43

Danke für den interessanten Beitrag. Sind auch Projekte außerhalb der EU angedacht?

12. Juni 2013, 11:49

Nein, momentan sind leider keine Aktivitäten außerhalb der EU geplant – nur in Deutschland und Spanien.

17. Oktober 2013, 03:18

Ich persönlich finde Kooperationen auch immer sehr spannend. Leider ist es manchmal aber auch so, dass ich wesentlich mehr in die Partnerschaft einbringe, weil meine Begeisterung so hoch ist, als mein Kooperationspartner. Da das richtige Mittelmaß zu finden ist natürlich besonders schwer.

18. Oktober 2013, 09:44

Das stimmt, Peter. Normalerweise ist relativ schnell geklärt, ob eine Kooperation Sinn macht oder nicht. Es ist dann aber fast immer so, dass zu unterschiedlichen Projektzeitpunkten mal der eine und mal der andere mehr zu tun hat.
Minuten- oder auch stundengenau gegenrechnen geht da so gut wie gar nicht. Allerdings muss natürlich schon eine zumindest gleich große Euphorie vorhanden sein. Das hilft auch bei eventuellen Rückschlägen oder wenn eine Kooperation nicht sofort lukrativ ist.

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