03.05.2012 | 12:29 PM | Kategorie:
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Es leben die Geschichten!

Der PR-Tag 2012 am 31. Mai steht unter dem Motto „Social Media PRaxis“ und ich freue mich auf einen Austausch über Erfahrungen mit anderen PRVA-Mitgliedern zu diesem Thema. Der Programmpunkt „Storytelling 2.0 – wie wir heute und morgen Geschichten erzählen werden“ spricht mich besonders an, denn ich persönlich bin davon überzeugt, dass keine Organisation ohne Geschichten auskommt – doch wie sie erzählt werden, macht einen Unterschied.

Geschichten können eine enorme Kraft entfalten und im Alltag konzentrieren sich PR-Leute daher auf das Finden und Verbreiten von positiven Geschichten. Im Krisenfall geht es um den richtigen Umgang mit negativen Geschichten – hier stecken Chancen, aber auch manche Fallen drinnen. Und dann haben wir es (sowohl in der externen, aber auch sehr oft in der internen Kommunikation) auch mit Gerüchten zu tun – sie sind die bösen kleinen Schwestern der Geschichten. Sie verbreiten sich oft wie ein Lauffeuer, sind kaum aufzuhalten und schwer zu steuern. Nur Offenheit kann hier helfen.

Was braucht es für eine „gute“ Geschichte? Erfahrungsgemäß helfen herausragende Individuen und ihre historischen Leistungen (siehe Steve Jobs). Derartige Erzählungen sind in höchstem Maße faszinierend und funktionieren auch in den Massenmedien. Dass diese Helden ohne Unterstützung ihrer Mitarbeiter bzw. ihrer Organisation das nicht geschafft hätten, steht dann auf einem anderen Blatt. In guten Geschichten steckt oft auch eine Form von Weisheit, Humor oder ein anderer Unterhaltungswert. Wirklich gute Geschichten sind einfach genug, damit man sie gut und gerne weitererzählen kann, sie sind emotional anregend und irgendwie sollten sich die Empfänger auch identifizieren können, z.B. durch räumliche, zeitliche oder (unternehmens)kulturelle Nähe. Obwohl: manchmal reizt auch das Unbekannte (sonst wären die Geschichten aus 1001 Nacht nicht so erfolgreich geworden).

Wobei: der große Unterschied zwischen 1001 Nacht und unserer Arbeit ist klar: In der PR geht es nicht darum, Geschichten zu „erfinden“ sondern darum, jene zu finden und weiterzuerzählen, die in den Organisation tatsächlich vorhanden sind. Sehr schnell wird man sonst – besonders in der 2.0-Welt – als Baron Münchhausen enttarnt …

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