07.06.2013 | 10:05 AM | Kategorie:
1

Mitarbeiter zufrieden stellen?

International suchen neun von zehn Personalentscheidern nach neuen Wegen, um ihre Mitarbeiter zufriedenzustellen; die höchste Priorität für Personalentscheider in Europa hat dabei die Unternehmenskultur (Pflege von Mitarbeiter-Beziehungen und Change Management). Das ergibt das Global HR Barometer 2013 des weltweit agierenden Personalberaters Michael Page. Was ihnen aktuell dazu einfällt, ist allerdings jämmerlich.

Die Maßnahmen umfassen Training & Weiterbildung (der Fokus liegt auf den „Hard Skills”), Gehalt & Zusatzleistungen (nicht schlecht, aber Studien belegen, dass das ab einer gewissen Gehaltsklasse nicht mehr wirklich motiviert und die Generation Y soll angeblich auch ganz andere Motivatoren haben) sowie Schritte zur Verbesserung der Work-Life-Balance mit Zeitausgleich, Home-Office, Erziehungsurlaub etc. Die Studienautoren bescheinigen allerdings, dass vor allem letzteres nur sehr „moderat“ in die Praxis umgesetzt wird, da die Unternehmen nicht flexibel genug sind.

Dabei wäre es so einfach: Zur Frage was Mitarbeiter motiviert, gibt es bereits zahlreiche Ergebnisse aus der Glücks-, Hirn- und Kommunikationsforschung und genügend Umfragen (z.B. folgende Daten aus dem Gallup Engagement Index 2010): Sie wollen regelmäßiges Feedback sowie Anerkennung und zeitnahe Wertschätzung von guter Arbeit. Sie wollen als Menschen wahrgenommen und einbezogen werden mit einem offenen Ohr für ihre Vorschläge. Sie wollen gefördert und gefordert werden – nur jeder fünfte Beschäftigte gab an, dass ihn sein Vorgesetzter dazu inspiriert hat, Dinge zu tun, die er sich zunächst nicht zugetraut hat – und sie wünschen sich, dass ihre Vorgesetzten den Schwerpunkt auf Stärken legen.

Das verlangt nach einer anderen Einstellung bzw. Haltung zu Führung, zur Kommunikation und zum Wert der Wertschätzung – alles Fragen der Unternehmenskultur. UND es braucht auch Maßnahmen, die Vorgesetzte in der Umsetzung unterstützen. Z.B. mit Diskussionen im Führungskreis, die Antworten auf Fragen wie: „Wie vermitteln wir den Sinn unserer Aufgaben und geben Raum zum Mitgestalten? Wie fördern wir die Mitarbeiter in ihrer Entwicklung?“ geben. Das ist natürlich mit klassischen Trainings nicht zu bewerkstelligen. Um kreative und wirksame Wege zu finden, braucht es Mut eingefahrene Wege (und Maßnahmen) zu verlassen. Ganz simpel könnte jeder auch bei sich anfangen und überlegen: “Welche konkreten Verhaltensweisen werden meine Mitarbeiter oder Kollegen wahrscheinlich DE-Motivieren?” und dann müsste man nur entscheiden, welche drei dieser Punkte man in der kommenden Woche UNTERLASSEN könnte… Viel Spaß beim Ausprobieren!

29. August 2013, 09:48

Hallo, ich muss sagen bei mir stieg die Motivation rapide an als unser Chef uns eine von diesen tollen Incentive Reisen versprach wenn wir stets im Zeitplan bleiben und vernünftig arbeiten.
Man muss nur was bieten, dann steigt die Motivation schon.

Kommentieren

Ihre Daten werden im Rahmen der Kommentarfunktion gespeichert, darüberhinaus aber für keine weiteren Zwecke verwendet. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Kommentar zurücksetzen