30.05.2014 | 11:19 AM | Kategorie:
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Zusammen arbeiten – die Kunst der Kooperation

Heute will ich wieder einmal über mein Lieblingsthema schreiben: Kooperationen.

Ich liebe Kooperationen. Warum? Oder besser gefragt: wofür?

Also wofür sind Kooperationen gut? Da fällt einem natürlich gleich die Erweiterung des eigenen Angebots ein, die Möglichkeit, größere Aufträge erledigen zu können oder vielleicht auch die Kostensenkung bei den Ausgaben. Aber ist das wirklich schon alles und ist das denn nicht schon genug?

Nein, behaupte ich. Denn es gibt Abstufungen bei Kooperationen und diese will ich beschreiben.

DIE EGO-KOOPERATION

Also die vermeintlichen Kooperationen, die das Wort eigentlich nicht verdienen. Das sind meist Anfragen in der Art wie: „Mach was für mich und dafür schenke ich dir einen Gutschein von meinem Produkt.“ Also leiste etwas, wofür normalerweise Geld fließen würde und dafür wird nichts bezahlt, aber ein Produkt oder eine Dienstleistung als Gegenleistung geboten, die entweder nicht benötigt wird, nicht funktioniert oder kompletter Schwachsinn ist (obwohl schwachsinnige Sachen ja einen gewissen Reiz haben …) Oft ist das dann noch damit gekoppelt, dass man selbst dafür noch eine gewisse Verantwortung aufgeladen bekommt. Also nach dem Motto: „Wenn deine Leistung stimmt, dann ist der Gutschein noch viel mehr Wert als vorher.“ Na hallo … Die Verantwortung über ein fades Produkt ist so interessant wie wenn in Moskau ein Rad umfällt.

Ich brauche jetzt nicht erwähnen, dass dieser Typ von Kooperationen nicht mein Favorit ist.

DIE PROBIER-KOOPERATION

Das sind die gängigsten Kooperationen. Da setzen sich meist zwei oder mehr Unternehmer zusammen und bieten ihre Produkte einem Kunden an.

Wie ein Grafiker und ein Programmierer, die gemeinsam Websites anbieten oder eine KFZ-Werkstatt und ein Spengler, die ihren Kunden den jeweils anderen weiterempfehlen und eventuell gemeinsame Werbeaktionen umsetzen.

Diese Kooperationen sind gut, legitim und auch notwendig. Nicht sehr kreativ, aber bringen die jeweiligen Unternehmen trotzdem weiter … manchmal.

DIE ECHTE KOOPERATION

Wirklich interessant werden Kooperationen aber erst, wenn man mit der Zeit so richtig miteinander verschmelzt. Wenn also ein neues Produkt entsteht, mit dem Wissen und den Produkten der Kooperationspartner. Ich gebe allerdings zu, dass das nicht jedermanns Sache ist. Es könnte die Angst vor dem der Verlust der Unabhängigkeit entstehen. Diese Angst ist unbegründet, denn mit einer Kooperation, bei der man sich zu 100 Prozent auf den Partner verlassen kann und deshalb auch Vertrauen hat, beginnt eine Unabhängigkeit, die man ohne Kooperation nie erreichen würde.

Aber wie schaut so eine Kooperation aus?

Solche Kooperationen brauchen natürlich großes Vertrauen und die Sympathie aller Beteiligten, sonst wird das nichts.

Wenn das funktioniert, kann man nicht nur seine eigenen Produkte anbieten, sondern als Einheit wiederum völlig neue Produkte (keine zusammengesetzten) oder Kooperationen mit anderen, vermeintlich größeren Unternehmen anstreben, um auch diese miteinander zu verbinden.

Aber auch bei den neuen Kooperationen der bestehenden Kooperation darf man nicht vergessen, dass man Kooperationen immer mit Menschen und nie mit Unternehmen abschließt. Deshalb gilt es, sich die persönlichen Ansprechpartner ganz genau anzusehen.

Wir leben in einer Welt, in der Produkte immer mehr austauschbar sind, je mehr Aufmerksamkeit umso mehr Verkauf, umso erfolgreicher das Unternehmen. Es gibt beispielsweise unzählige Energie-Drinks und trotzdem wollen die meisten mit dem einen zusammenarbeiten. Warum? Das Image. Und vermeintliche Kooperationspartner hoffen, dass das Image auch auf sie abfärbt (natürlich hoffen die meisten auch auf das große Geld). Aber nur weil ich mit einer coolen Firma zusammenarbeite, bedeutet das ja nicht, dass ich selber cool bin. Nur weil ich mich mit einem Prominenten fotografieren lasse, bin ich selbst nicht prominent (das habe ich ja noch nie verstanden – andere Geschichte).

Natürlich kommt es vor, dass man, wenn man sehr offen ist, von neuen Kooperationspartnern enttäuscht wird. Vor allem wenn man, so wie ich, dem neuen Kooperationspartner immer mit offenen Armen entgegenläuft.

Aber was soll’s. Nur Feige und Faule machen keine Fehler.

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