08.06.2011 | 12:22 PM | Kategorie:
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Künstliche Intelligenz für das Web

Das Web ist voll von Informationen auf unzählige Webseiten verteilt:  Viele sind korrekt, manche veraltet, andere wiederum schlichtweg falsch. Wir Menschen haben die Fähigkeit diese Informationen zu interpretieren und mit unserem Wissen zu verknüpfen, sodass wir schließen können, ob die Informationen das sind, wonach wir gesucht haben. Wir können aufgrund unserer Erfahrung abschätzen, ob Aussagen im Rahmen des Möglichen sind: Ein T-Shirt in unserem Liebling-Online-Shop um 2000€ oder gibt es ein Geburtsdatum in der Zukunft?

Eine Maschine kann nur in einem gewissen Rahmen, für den sie gebaut und programmiert wurde, über diese Werte nachdenken und Schlüsse ziehen. Ein ähnliches Problem, das Maschinen haben, ist,  Verbindungen zwischen Themen herzustellen. Eine Suchmaschine, in der man nach „Auto“ sucht kann nur Seiten anzeigen, auf denen das Wort „Auto“ vorkommt. Dadurch können relevante Ergebnisse übersehen werden. Vielleicht steht auf einer anderen Webseite genau die Information, die gesucht wird, statt „Auto“ wird aber  „PKW“ geschrieben.

Um diese zwei Probleme zu lösen, versuchen Wissenschaftler und Techniker das Web auch für Maschinen „lesbar“ zu machen.

Dafür wurden eigene maschinenlesbare Formate wie RDF und XML entwickelt, in dem Dokumente abgespeichert werden können. Damit die Maschine ein Grundverständnis bekommt, wurden wörterbuchähnliche Dokumente (Ontologien) verfasst, auf die sie bei Bedarf zugreifen kann.

An einem Beispiel verdeutlicht:

Robert ist mit Helena verheiratet.

Helena lebt mit ihrem Mann in Wien.

Für einen Menschen ist nun klar, dass Helena und Robert gemeinsam in Wien leben. Aber warum? Wir haben Hintergrundwissen, dass Helena ein Frauen- und Robert ein Männername ist. Außerdem wissen wir, dass nach der Eheschließung die beiden Partner als Mann und Frau bezeichnet werden.

Einer Maschine müssen diese Regeln erst beigebracht werden. Sobald sie allerdings ein Regelset hat, auf das sie zugreifen kann, ist es kein Problem mehr Schlüsse aus zusammenhängenden Sätzen zu ziehen.

Der Computer kann mit dem richtigen Wörterbuch nun auch schließen, dass es auf Webseiten, in denen der Begriff PKW verwendet wird, um Autos und im weiteren Sinn um Fahrzeuge geht und uns Menschen diese Information leichter zugänglich machen. Mithilfe semantischer Technologien wird es uns in naher Zukunft möglich sein präzisere Suchergebnisse schneller zu bekommen und Informationen automatisiert aufbereiten zu lassen, sodass wir Menschen Zeit für wichtigere Dinge haben.

Autorin: Isabella Karst

14. Juni 2011, 11:29

Künstliche Intelligenz? Das sieht eher so aus, als würde man einfach versuchen die normale Intelligenz zu kopieren. Zumindest mit Intelligenz als Kunst hat das weniger zu tun. Wie wäre das: Neue Intelligenzformen kreieren und dann den Menschen beibringen?

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