13.01.2017 | 13:58 | Kategorie:
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Wie OTS-Aussendungen 2016 für Schlagzeilen sorgten

Ob FPÖ-Widerruf vor Mitternacht, Polizeimeldungen oder Schlagabtäusche zwischen Prominenten oder Politikern – etliche Medien-Knaller aus dem Jahr 2016 fanden ihren Ursprung in einer OTS-Aussendung. Wir haben hier die packendsten Themen zusammengefasst.

Stoff für Meinungsmacher

Nicht nur ist APA-OTS eine verlässliche Quelle für Journalisten und Meinungsmacher, Aussendungen bieten genug Zündstoff für die Twitter- und Facebook-Timelines von Wolf, Thür, Klenk und Co. Ein mitternächtlicher Widerruf der FPÖ wurde auf diese Weise zum Klick-Hit in Österreich. Als Michel Reimon nur drei Tage später in ähnlicher Manier einen Widerruf veröffentlichte, stand fest: Parteiliche Richtigstellungen nach Redaktionsschluss sind „a thing“.

Reaktionen auf die Bundespräsidentenwahl wurden seit Beginn des Vorjahres nahezu täglich verbreitet. Zwischen Stichwahl und Wahlwiederholung konnte Van der Bellen die meisten Wahlempfehlungen abräumen, unter anderem von Irmgard Griss. Und wer sich danach immer noch schwer tat mit einer Wahlprognose, vertraute am besten auf die BPW-Umfrageergebnisse des Wettanbieters Interwetten.

Nicht nur die FPÖ war – ob freiwillig oder nicht – Protagonist des diesjährigen OTS-Best-of, nach der Veröffentlichung des Servus TV-Aus ging ein Raunen durch das Land. Trauer und Unmut darüber sollten sich aber bald in Aufatmen auflösen, denn die „positive Wendung“ folgte schon am nächsten Tag.

Empörungen, Klagen und öffentliche Rüge

Das Jahr beginnt mit dem Wiener Opernball – und einer Verbalattacke von Miriam Weichselbraun auf Ursula Stenzel. Die junge Moderatorin äußerte sich im Fernsehen abwertend gegenüber der FPÖ-Politikerin und lässt dem Freiheitlichen Parlamentsklub keine andere Wahl, als sie in einer Aussendung als „hochgradig unprofessionell“ zu bezeichnen. Die Boulevard-Medien des Landes stürzten sich auf die Story.

Klagt er oder klagt er nicht? Reinhard Lopatka drohte dem Nachrichtenmagazin News mit einer Klage wegen „Kreditschädigung“ und „übler Nachrede“. Gebracht hat es nichts, der Bericht erschien und auch die Klage blieb aus. Die Stellungnahme zu den Vorwürfen bleibt der Renner im Netz.

Heinz Fischer ist Straches Staatsfeind-Aussage zu viel und er rügt ihn öffentlich mit einem klaren „So nicht!“. Das Medienecho ist eindeutig.

Große Ankündigungen funktionieren

An der Tagesordnung steht aber bekanntermaßen nicht nur Politisches, die Eröffnung des Non-Food Discounters „Action“ entpuppte sich als wahrer Klickbringer, ebenso wie die Start-up-Stars und deren Premieren am Pioneers-Festival. Dass Video bekanntlich besser wirkt als Text, hat sich die Umweltorganisation Global 2000 zu Herzen genommen, denn die Zitrusfrüchte-, Kekse– und Kosmetik-Tests fanden recht schnell ihren Weg in die Medien und ins soziale Netz.

Und wer sich absichern will, wirft am besten einen Blick auf die Rubrik „Polizeimeldungen“ und der „Österreichischen Lotterien“ – so macht es zumindest ein Großteil unserer Leserschaft.

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