09.01.2018 | 4:09 PM | Kategorie:
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Digital treibt PR

Die digitale Revolution macht auch vor der PR-Branche nicht halt: Eine steigende Komplexität an Kommunikationstools und Kanälen stellt Österreichs Kommunikatoren vor neue Herausforderungen. Im Rahmen der Umfragereihe PR-Trendradar (vormals OTS-Trendradar) haben APA-OTS und APA-DeFacto gemeinsam mit dem Umfrageinstitut meinungsraum.at 269 PRVerantwortliche aus Agenturen und Unternehmen gefragt, wie fit diese für die digitale PR seien. Einigkeit herrscht darüber, dass die digitale PR zukünftig eine noch stärkere Rolle in der Branche spielen wird, besonders die Jüngeren unter den Befragten sehen diesen Trend ganz klar (90 Prozent der 20- bis 29-Jährigen).

Wie gut nutzen Österreichs Kommunikatoren aber bereits das Potenzial digitaler PR für eine erfolgreiche Kommunikationsarbeit? Welche Tools kommen zum Einsatz und welche Kanäle werden bespielt? Websites (96 Prozent), E-Mails (Mailings, Newsletter etc., 90 Prozent), Social Media (81 Prozent) und digitale Presseaussendungen (80 Prozent) wurden als die relevantesten Kanäle digitaler Unternehmenskommunikation genannt. Sechs von zehn Befragten schätzen sich in der Kommunikation über digitale Kanäle generell als (sehr/eher) erfolgreich ein, Befragte aus PR-Agenturen liegen hier deutlich über dem Schnitt (72 Prozent).

Bauchgefühl vor Fakten

Die digitale PR hält eine Vielzahl von Möglichkeiten parat, Kommunikation zu messen. Die Umfrageergebnisse deckten allerdings auf, dass die Hälfte der PR-Verantwortlichen (51 Prozent) keine Tools für die Erfolgsmessung und -evaluierung verwendet.

Auch haben lediglich 44 Prozent der Befragten eine dokumentierte Strategie für ihre digitale PR-Arbeit. Wird der Erfolg doch in Zahlen gemessen, geben Analysetools/Monitoring (33 Prozent), Angaben zu Reichweite und Engagement (31 Prozent) und Informationen zu Klickraten (23 Prozent) Feedback zu den Kommunikationsaktivitäten.

PR-Arbeit – Quo vadis?

Dass Evaluation und Monitoring zukünftig an Bedeutung gewinnen werden, spiegelt sich in den aktuellen Herausforderungen in der Branche wider: 64 Prozent sehen aufgrund der zunehmenden
Komplexität, die der Einsatz größerer Datenmengen mit sich bringt, einen steigenden Ressourcenbedarf in puncto Budget und Personal. Weitere Herausforderungen liegen im Erreichen der Zielgruppe (55 Prozent), in der Notwendigkeit, rascher zu reagieren (51 Prozent), und in der z.T. noch fehlenden Expertise bei der Bedienung neuer Technologien (47 Prozent). 59 Prozent der PR-Treibenden haben Datenschutz als wichtiges Thema in der Zukunft erkannt.

Alle Ergebnisse des PR-Trendradars zum Download: wp.apa.pat

 

Dieser Artikel erschien ursprünglich im APA-Value 03/2017

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