24.11.2016 | 11:59 AM | Kategorie:
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Check, Re-Check, Double-Check. Wie arbeiten Journalisten heute?

Ergebnis Journalisten-Umfrage

Mit dem Ziel, aktuelle Trends aufzuspüren, untersucht APA-OTS gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut meinungsraum.at zweimal jährlich relevante Themen der Medien- und Kommunikationsbranche. In der jüngsten Studie der Befragungsreihe OTS-Trendradar wurden 212 Journalistinnen und Journalisten aus Print, Online, Radio und TV nach ihrer journalistischen Arbeitsweise befragt.

„Objektive und unabhängige Berichterstattung“ reihen die Befragten auf den ersten Platz der größten journalistischen Challenges in den nächsten zwei Jahren. Das Prinzip Check, Re-Check, Double-Check komme zunehmend zu kurz. Wie wirkt sich dieser Umstand auf das Rechercheverhalten aus, und welche Quellen und welcher Content sind heute wichtig?

OTS-Trendradar Journalisten-Umfrage: Herausforderungen im Journalismus, APA-Auftragsgrafik

Recherche: digital vs. persönlich

Die am häufigsten verwendeten Recherchetools sind laut Umfrage Suchmaschinen, gefolgt von telefonischen und persönlichen Gesprächen bzw. Vor-Ort-Recherchen. Wenn auch 78 Prozent der Befragten allgemein einen Relevanzgewinn von Social Media sehen, rangiert dieser Bereich als Recherchequelle lediglich auf Platz 8 von 10. Knapp die Hälfte der Befragten gab hingegen an, auch Informationen aus den sozialen Netzwerken in ihre Berichterstattung einzubinden.

Good old classic: Die Presseaussendung

Die Presseaussendung als Recherchequelle ist auch künftig aus Redaktionen nicht wegzudenken. Lediglich 2 Prozent der Befragten gab an, keine Presseaussendungen für ihre Arbeit zu nutzen. Auch die Nachfrage an Multimedia-Elementen ist in den vergangenen zwei Jahren gestiegen. Besonders bei Livestreams ist der Bedarf größer geworden. Immerhin 55% der Befragten nennen einen höheren Bedarf an Infografiken und Videos.

Pressearbeit: Verbesserungsbedarf?

Pressesprecherinnen und Pressesprecher aufgepasst! An dieser Stelle gibt es Lob. Auf die Frage, was in der Zusammenarbeit mit Presseabteilungen zu verbessern sei, waren zwei Drittel der befragten Journalistinnen und Journalisten sichtlich zufrieden in fast allen Punkten. Der größte Verbesserungsbedarf wird in der aktiven Krisenkommunikation gesehen. Hier verlangen 54 Prozent eine Optimierung. 41 Prozent geben an, dass Pressestellen bei der Reaktionszeit zulegen müssen, 38 Prozent wünschen sich bessere Erreichbarkeit.

APA-Chefredakteur Michael Lang im Interview

Im Video-Interview spricht APA-Chefredakteur Michael Lang über die zentralen Fragestellungen der Untersuchung.

OTS-Trendradar Umfrageergebnisse

Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage stehen hier zum Download zur Verfügung.

Download Umfrage-Ergebnisse

 

Die erste Ausgabe des OTS-Trendradars untersuchte das wandelnde Berufsbild in PR und Marketing – aus Eigensicht. Erfahren Sie mehr zum Thema „PR und Marketing: Berufsbild im Wandel“

 

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